Fotografieren mit der Familie

Letztens war die ganze Familie (inklusive meiner Eltern) in den Alpen für einen Kurzurlaub. Natürlich habe ich meine Kamera mitgenommen – denn wer würde das nicht?

Bei Ausflügen mit der Familie und dem Fotoapparat gerate ich aber immer in ein Dilemma: Beides gleichzeitig geht nicht. Technisch natürlich schon, aber es fühlt sich nicht richtig an. Einerseits möchte ich Zeit mit den Kindern verbringen und ungeteilt für sie da sein, andererseits möchte ich schöne Bilder machen, wofür ich aber Zeit und Konzentration brauche. Irgendetwas kommt da immer zu kurz. Daher lasse ich bei den meisten Ausflügen die Kamera schon zu Hause, Priorität haben die Kleinen und meine Frau und ich komme nicht in Versuchung mein »Motiv-Radar« einzuschalten.



So richtig zufrieden bin ich dann aber auch nicht. Oft genug schlägt der unterdrückte Motiv-Radar dann doch Alarm und ich denke: »… hättest du doch die Spiegelreflex mitgenommen … nur für dies eine Foto …« Und zack, ich verwandle mich in einen »Motzbär« (Zitat meiner Frau). Auch doof …


Ich habe also noch nicht die Lösung gefunden, die den bestmöglichen Kompromiss für mich darstellt. Vielleicht richtet sich auch alles von ganz allein: Die Große zeigt schon deutliches Interesse an der Fotografie und wenn sie ein bissel älter ist, dann fotografieren wir einfach zusammen los ;-).

Die Bilder entstanden übrigens bei einer Tour mit meinem Vater. Wir waren vor dem Frühstück wieder zurück :-).

Nachtrag

Wie es halt so ist … Gestern dachte ich noch: »So wird das Bild jetzt gelassen und fertig.« Und heute hat es mich nach meinem Tagewerk doch noch in den Fingern gejuckt und ich hab doch nochmal 20 min in die Postproduktion reingesteckt. Ich denke, der Unterschied ist drastisch. Insgesamt ist das Bild jetzt viel düsterer, dramatischer – es wurde von einem Concept zu einer Illustration. Ich zeig Euch hier zwei Farbvarianten, die jede für sich noch einmal eine eigene Stimmung erzeugt.

(Digitale) Airbrushgemälde – Leider geil

In den letzten Tagen arbeitete ich, immer noch inspiriert durch die Beren-und-Luthien-Geschichte, an einer Illustration bzw. einem Concept zum Aufeinandertreffen von Luthien und Carcharoth vor Angband. Das gab mir Gelegenheit, mal ordentlich in die Fantasykiste zu greifen. Ich hielt mich ganz nah ans Buch und versah den Wolf noch mit ein bissel Rüstung im Stil der LOTR-Verfilmung von Peter Jackson. Natürlich hätten noch gut ein paar Schädel und Knochen zum Thema gepasst, aber ich wollte ja, dass meine Mutter das Bild auch ansehen kann, ohne Albträume zu kriegen ;-). Ich habe den kompletten Schaffensprozess von schnellen schmutzigen Layouttests am Anfang bis zum fertigen Bild aufgeführt. Bitte habt Verständnis, dass sich nur das unterste Bild, also die finale Version, vergrößern lässt.

Wie man sieht, ist das Malen in Photoshop gar nicht so verschieden zum traditionellen Malen – der Weg geht von grob zu fein – es hat aber entscheidende Vorteile: Durch die Ebenen lassen sich schnell Layoutversionen testen. Man kann von hell zu dunkel oder andersherum oder wild durcheinander malen, gerade wie man Lust hat. Es lassen sich neue Ideen einfach ausprobieren, man muss keine Angst haben, das Bild zu ruinieren (Wenn ich früher eine detailierte Bleistiftzeichnung gemacht hatte und es ans Kolorieren ging, war im Kopf immer ein: »Jetzt versau’s bloß nicht!«). Das Saubermachen von Pinseln und Palette entfällt ;-).
Die Liste mit Vorteilen könnte noch eine ganze Weile weitergehen … aber: Der Computer nimmt einem zwar viele »Probleme« beim Malen ab, aber es ist ganz sicher nicht so, dass der Computer das Bild »macht«. Er ist nur ein Werkzeug, wie Pinsel oder Palette auch.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Am Ende des Tages habe ich kein physisches Bild zum an die Wand hängen – bestenfalls einen Ausdruck (Dafür stapeln sich aber auch nicht die Leinwände überall ;-)).







Und Marc: Nein, ich wollte keine Textur drüberlegen ;-)

Auf dem Weg nach Angband

Gestern habe ich die Zeit genutzt, während ich auf Daten warten musste, um eine kleines Landschaftskonzept zu machen. Inspiriert durch die Geschichte von Beren und Luthien aus Tolkiens Silmarillion, dachte ich an eine kahle, felsige Welt und einen schmalen Pfad durch die Düsternis.

Einfach mal laufen lassen …

In den letzten Wochen habe ich, wenn Zeit war, mal wieder an einem freien digitalen Gemälde gearbeitet. Das Ganze begann mit einem Porträt. Wie üblich habe ich zuerst die Tonwerte in Graustufen angelegt und danach mit dem Kolorieren auf einer separaten Ebene im Modus »Farbe« begonnen. Im Gegensatz zu sonst habe ich diesmal möglichst wenige Ebenen verwendet. Dadurch bleibt das Malen spontaner. Untypisch für mich war außerdem, komplett auf eine Linien-Vorzeichnung zu verzichten.

Noch ganz am AnfangDie Tonwerte stehen fest

Danach dachte ich über eine Szene nach, in der die Figur auftauchen könnte. Ich erweiterte die Arbeitsfläche auf Querformat und probierte verschiedene Settings (eine Stadtsilhouette wurde z.B. skizziert und wieder verworfen) und Farbschemata aus. Ein düsterer Typ – wer weiß, was der im Schilde führt – erschien mir passend im Kontrast zu der offenen, hellen Erscheinung der Frau. Mittlerweile kommt die Farbe direkt ins Bild – alles ist im Fluss, ich arbeite mal hier, mal da.

Jetzt ist Zeit für ein bissel Fantasy. Also Attribute für Vampir und Jäger ins Spiel bringen. Bewusst verteilte ich die Rollen genau anders herum, als man eigentlich erwarten würde. Und so bleibt’s jetzt erst ein mal. Bis mir in ein paar Tagen auffällt, was ich noch anders machen sollte (sie könnte z.B. nach links blicken, damit wäre klar, dass sie sich des anderen bewusst ist. Vielleicht nochmal an ihrem Gesichtsausdruck arbeiten?). Mal schauen … :-)

Efeu

Ein Bild aus meinem Fotoarchiv. Still und schlicht. Der geborene Desktophintergrund ;-)

Mesh up project von motionfruit

Ich hatte die Ehre, den dritten Teil des Mesh-up-Projekts von motionfruit beitragen zu dürfen. Retrostyle-Surf-Action erschien mir passend zum Sound. Mehr Infos zum Projekt selbst, sowie die anderen Abschnitte gibt es unter motionfruit.de

Ich bin gespannt, wie die zukünftigen Animationen aussehen werden :-)

Die Musik ist von:

  • The Chariot | Oversea (Erster Teil)
  • Emily Wells | Mr. Washington (Zweiter Teil)
  • The Rural Alberta Advantage | Barnes’ Yard (Dritter Teil)

An apple a day …

Schon eine ganze Weile wollte ich den neu in Cinema 4D R13 hinzugekommenen Physical-Renderer ausprobieren. Mit diesem lässt sich jetzt zum Beispiel die Schärfentiefe wie bei einer echten Kamera per Blende steuern. Genial! Da trifft es sich ganz gut, dass ich vor Kurzem für ein Projekt verschiedene Sorten Obst und Gemüse in 3D gemodelt und texturiert habe. Also schnell ’nen Apfel geschnappt, zwei Lichter gesetzt, ’ne Holztextur als Unterlage angelegt und den Rechner seine Arbeit machen lassen. Für das Antialiasing (die Kantenglättung) des Holzes muss ich nochmal die Einstellungen hochschrauben, aber insgesamt find ich das Ergebnis schon ganz brauchbar.

Birkensee

Heute war ein Tag, der eigentlich dazu gemacht war, im Bett liegen zu bleiben. Es war dunkel und kalt von morgens bis abends. Ich möchte den Tag aber mit etwas Schönem beschließen und dachte, es wäre an der Zeit, einige Aufnahmen, die ich im Frühjahr am Birkensee gemacht habe, zu bloggen. Ich war nicht in der Stimmung für harte Kontraste und so entschied ich mich für eine weiche Umsetzung. Durch die Tönung und entsättigten Farben schlagen die Bilder dann die Brücke vom Frühling zum Winter.


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Mama hat frei

Nein, glücklicherweise nicht :-). Der Inhalt ist auch nicht autobiografisch, haha, wir haben gar kein helles Sofa ;-).

Für alle Mütter, Väter und Kinder.